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Fluglotse/Fluglotsin


Was macht man als Fluglotse?

 

Floglotsen und -lotsinnen kontrollieren alle Flugbewegungen, sowohl an Flughäfen, als auch im Luftraum. Sie halten per Sprechfunk Kontakt zur Cockpitbesatzung und kommunizieren dabei auf Englisch, der internationalen Sprache des Luftverkehrs. Sie werten Wetterdaten aus und unterstützen die Piloten bei Vorbereitung und Durchführung der Flüge. In Gefahren- und Notsituationen wie Ausfall des Funkverkehrs, Gewitter, Turbulenzen, Vereisung oder bei technischen Defekten müssen sie schnell und verantwortungsvoll reagieren. Der Beruf des Fluglotsen gliedert sich in zwei Zweige, den Tower- und den Centerlotsen. Die Towerlotsen sind für den Flugverkehr auf den Start- und Landebahnen und den Luftraum in unmittelbarer Nähe des Flughafens verantwortlich. Sie geben Start- und Landeerlaubnis, unterstützen bei der Flugvorbereitung und koordinieren den Flugverkehr sowohl per Radar, als auch mit dem bloßen Auge. Centerlotsen sind für die Bezirkskontrolle des Luftraums verantwortlich. Dort dirigieren sie Flugzeuge über die Luftstraßen bis zur Sektorengrenze, wo dann die Centerlotsen des Nachbarbezirks übernehmen. Anders als Towerlotsen arbeiten Centerlotsen arbeiten ausschließlich per Radar.

 

Welche Voraussetzungen müssen Fluglotsen erfüllen?

  

Wer Fluglotse werden möchte, muss eine entsprechende dreijährige Ausbildung absolvieren. Bewerber für die Ausbildung zum Fluglotsen müssen eine Aufnahmeprüfung bestehen und  folgende Voraussetzungen erfüllen:

 

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Mindestens 18 Jahre alt
  • Nachweis der medizinischen, geistigen und psychologischen Eignung
  • Fließent und fehlerfreie Konversation auf Englisch und bei Arbeit in Deutschland auch auf Deutsch
  • Bescheinigung der Zuverlässigkeit von der Luftfahrtbehörde

 

Daneben benötigen Fluglotsen und Fluglotsinnen solide Kenntnisse in Mathematik und Physik, ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen, eine klare Ausdrucksweise sowie eine hohe Konzentrations- und Merkfähigkeit.

 

Wie werde ich Fluglotse?
 

Die dreijährige Vollzeitausbildung wird an der Flugsicherungsakademie der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) in Langen durchgeführt. Der erfolgreiche Abschluss der theoretischen Ausbildung ist Voraussetzung, um für den praktischen Teil an internationalen Flughäfen und Kontrollzentralen der DFS zugelassen zu werden. In den ersten 13 bis 17 Monaten an der Flugsicherungsakademie verdienen angehende Fluglotsen um 900 Euro monatlich. Die Vergütung für das 18-monatige Praktikum beträgt circa 3.300 und 4.900 Euro.

 

Was erwartet Fluglotsen im Berufsleben?


Fluglotsen müssen während ihrer Arbeit hohe Anforderungen erfüllen und immer hoch konzentriert arbeiten. Ihr räumliches Vorstellungsvermögen und ihr gutes Gedächtnis ermöglicht es ihnen, Flugzeuge sicher durch den Luftraum zu führen. Fluglotsen und -lotsinnen müssen belastbar und verantwortungsbewusst handeln, denn schon ein kleiner Fehler kann schwere Unfälle nach sich ziehen. Sie arbeiten überwiegend an Monitoren und mit technischen Geräten. Dabei müssen sie gut im Team mit Piloten, Meterologen und anderen Fluglotsen zusammenarbeiten und auch während des Schichtbetriebs, an Wochenend- und Feiertagen hundertprozentige Leistung erbringen. Entsprechend der anspruchsvollen Tätigkeit wird die Arbeit von Fluglotsen mit 6.100 bis 8.500 Euro monatlich vergütet.


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